Team Fünfkampf des TuS Rotenburg erfolgreich bei den Norddeutschen
Meisterschaften
Laufen, Schwimmen, Schießen, Fechten und Kugelstoßen. Das sind die fünf
Disziplinen im Klassischen Fünfkampf. In diesem Jahr starteten sieben Sportlerinnen
und Sportler aus dem Team Fünfkampf des TuS Rotenburg bei den Norddeutschen
Meisterschaften. In Munster konnten sie drei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen
und zwei vierte Plätze für sich verbuchen.

Mit dabei war Alexander Jarchow. Der amtierende Deutsche Meister der Altersklasse
V40 hatte zunächst einen schlechten Start. In seiner Paradedisziplin, dem Schießen
mit dem Luftgewehr, blieb der erfahrene aktive Sportschütze aus dem Schützenkorps
Rotenburg von 1818 hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das kostete wertvolle
Punkte. Die konnte Jarchow, der auch das Schießtraining für das Fünfkampf-Team aus
Rotenburg leitet, anschließend mit guten Schwimm- und Laufleistungen wieder
wettmachen. Die letzten entscheidenden Punkte holte der 44-Jährige sich dann beim
Degenfechten, das am Ende eines langen Wettkampftages ausgetragen wird.
Gefochten wird auf drei Treffer.
„Das erfordert höchste Konzentration und Schnelligkeit. Und das ist am Ende eines
langen Wettkampftages unglaublich schwierig“, sagt Anette Meyer, Trainerin der
Fechtabteilung und Koordinatorin des Team Fünfkampf im TuS Rotenburg. Ihre
großen Stärken im Fechten konnten auch Tabea Gabriel und Chris Fischer ausspielen.
Nach konstanten und starken Leistungen über den gesamten Wettkampftag musste
das Fechten über Platz eins oder zwei entscheiden. Und da lagen Gabriel und Fischer
vorn und holten sich jeweils den Meistertitel in den Altersklassen (U17)
beziehungsweise (V50).
Über ihre zweiten Plätze freuten sich Finja Sauerteig (U20) und Emily Fischer (U17).
Sie waren zum ersten Mal bei einem Fünfkampf-Wettbewerb dabei und zeigten eine
beeindruckend konstante Leistung in allen Disziplinen. Zufrieden waren auch Armin
Ortlam (V50) und Bjarne Schröter (Aktive) mit ihren vierten Plätzen. Die Enttäuschung
darüber, dass sie es so knapp nicht aufs Treppchen geschafft hatten, hielt sich bei
beiden in Grenzen. „Es macht einfach Spaß, hier dabei zu sein. Wir Fünfkämpfer sind
wie eine große Familie – über alle Altersgrenzen hinweg“, sagt Ortlam. Sein
Teamkollege Chris Fischer stimmt ihm zu: „Da wird angefeuert und gejubelt und auch
viel gelacht. Das ist eine tolle Stimmung.“
Ein gemeinsamer Wettkampftag beginnt morgens um 8 Uhr an der Schützenhalle.
Anschließend zieht der Tross – rund 50 Athletinnen und Athleten plus Betreuerinnen
und Betreuer – weiter zum Freibad. Nach einer Mittagspause geht es dann auf einen
Sportplatz und zum Schluss in eine Fechthalle, wo der Wettkampftag gegen 19 Uhr
endet. „An diesem Tag geht jeder über seine Grenzen. Und es ist ein großartiges
Erlebnis, das gemeinsam zu tun“, sagt Meyer. Sie ist sehr stolz auf die Leistungen ihrer
Schützlinge. „Unsere Stärke liegt sicher auch an der guten Kooperation mit dem
Rotenburger Schützenkorps“, ist die Fechttrainerin überzeugt. Denn Fünfkampf ist Teamarbeit!